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15. März 2014

Drittes Fenster


Die Verwaltung, Erziehung, Leitung und Versorgung Hunderttausender unterschiedlicher Pflanzen- und Tierarten* in vollkommener Ordnung und richtiger Anordnung ohne ein einziges Individuum zu vergessen oder zu verwechseln, obwohl jede Art eine verschiedene Nahrung, eine verschiedene Form, verschiedene Waffen, verschiedene Kleidungen, eine verschiedene Erziehung und eine verschiedene Erlösung** benötigt, ist so ein klares Zeichen, dass es keinerlei Zweifel aufkommen lässt und ein sonnenheller Beweis für die Existenz und Einheit eines einzigen Schöpfers. Wer außer jemand, der eine unendliche Macht, ein alles umfassendes Wissen und eine grenzenlose Weisheit besitzt, könnte sich je in dieses unglaubliche Wunder der Verwaltung einmischen?
Niemand außer dem Schöpfer könnte sich in das kleinste Detail dieser Verwaltung einmischen oder das kleinste Geschöpf selbst erschaffen. Denn einer, der nicht alle miteinander verzahnten Arten auf einmal gemeinsam leiten kann, würde alles durcheinander bringen, wenn er Herr auch nur eines einzigen Geschöpfes sein möchte, weil alles mit allem zusammenhängt. Doch wir sehen kein Durcheinander und kein Chaos, sondern stattdessen eine vollkommene Ordnung in der Natur. Also kann auch kein Zufall oder irgendein anderer Faktor*** außer Allah die Verwaltung eines Geschöpfes übernehmen, so klein dieses Geschöpf auch sein mag. Allah ist der einzige Erschaffer, Versorger und Verwalter und macht uns auch im heiligen Koran auf diese Makellosigkeit im Kosmos aufmerksam, wenn er sinngemäß sagt:

Der die sieben Himmel in Schichten erschaffen hat. Keinen Fehler kannst du in der Schöpfung des Allerbarmers sehen. So wende den Blick (zu ihnen) zurück: erblickst du irgendeinen Mangel? Dann wende den Blick abermals zum zweiten Mal zurück: so wird dein Blick nur ermüdet und geschwächt zu dir zurückkehren

(Sura 67 Vers 3-4, Al-Quran Al-Karim (ungefähre Bedeutung)
Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul.)


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*Unter diesen Arten gibt es solche, die in Bezug auf die Zahl der Individuen während eines einzigen Jahres, die Zahl der Menschen von Adam bis zum Weltuntergang übertrifft, z.B. die Art der Fliegen.

** Damit ist der Eintritt ins Jenseits, also in die Errettung gemeint. Interessant daran ist insbesondere die Ordnung in dem Todesprozess. Jedes Tier hat eine andere Populationsdichte und bildet zusammen mit den anderen Tieren ein Gleichgewicht in der Natur, die eigentlich bei einer Störung der Geburts- und Sterberate ins Wanken geraten musste. Doch selbst der Tod unterliegt einem höheren Befehl und stört dieses Gleichgewicht nicht.

*** Selbst die intelligenten Menschen können das nicht, denn auch sie handeln nur mit der Kraft, die Allah ihnen gegeben hat und den Körperorganen, die Allah erschaffen hat. Sie handeln -auch wenn sie von Allah mit einem freien Willen ausgestattet wurden- trotzdem nach dem Plan Allahs, der alles im Schicksal festgehalten und vorherbestimmt hat. Dies widerspricht nicht dem freien Willen. Eine Abhandlung über das Schicksal wird -so Allah will- irgendwann in diesem Blog noch erfolgen.

12. Februar 2014

1. Fenster

Das erste Fenster stellt den Aspekt der Bedürfnisbefriedigung dar.  Aus diesem Fenster sehen wir, wie unzählig viele notwendigen Dinge für die verschiedensten Bedürfnisse und Wünsche von abertrialliarden an Lebewesen aus unerwarteter, ihren Händen unzugänglicher, ihnen bis dahin unbekannter Quelle bereitgestellt und Ihnen im rechten Augenblick zur Hilfe gegeben werden, obwohl diese bedürftigen Lebewesen selbst das Kleinste ihrer Wünsche nicht aus eigener Kraft erfüllen könnten.
Betrachte einmal dich selbst als eine Verdeutlichung dieser Tatsache. Wie viele Dinge du brauchst und geschenkt bekommst, die du dir niemals mit eigener Hand verschaffen könntest: angefangen von deinen inneren Organen, Herz,Verstand, Geist, deiner äußeren Sinne und all die materiellen und nichtmateriellen Stoffe, die deine körperlichen und geistigen Komponenten benötigen. Das Gleiche gilt auch für jedes andere der abertrilliarden an Geschöpfen.
Jedes einzelne Geschöpf ist auf diese Weise ein eindeutiger Beweis dafür, dass notwendigerweise jemand existieren muss, der ihnen hilft. Denn die Befriedigung so vieler verschiedener Bedürfnisse, Sekunde für Sekunde, schließt den Zufall völlig aus. Mit jedem weiteren Geschöpf, das wir betrachten, wird die ohnehin nicht vorhandene Wahrscheinlichkeit immer sicherer ausgeschlossen undzwar viel unwahrscheinlicher als hintereinander im Lotto zugewinnen. Wenn wir nun alle diese unzähligen Geschöpfe zusammennehmen und alle ihre Beweise zu einem Gesamtbild zusammentragen, verweist dieses Bild - noch klarer und stärker als das Tageslicht auf die Sonne verweist- auf einen notwendigerweise existierenden Schöpfer, dem Einen und Einzigen (1). In logisch zwingender Weise ist er ein freigiebiger, allbarmherziger, erziehender Schöpfer, der in seiner Einheit alles perfekt leitet und verwaltet.
Wie könnte jemand, der seinen eigenen Versorger und Schöpfer leugnet, diese unendlich vielen Taten Gottes erklären, die alle so voll Weisheit, Umsicht und Barmherzigkeit sind? Etwa durch die taube Natur? Oder vielleicht durch die blinden Kräfte? Oder etwa mit dem unberechenbaren Zufall? Wollte er Gottes Taten vielleicht auf armselige und leblose Ursachen zurückführen?








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(1)
Sowohl der Zufall als auch mehrere Götter sind ausgeschlossen, da die Versorgung so vieler verschiedener Bedürfnisse in vollkommener Ordnung abläuft und somit einen einzigen Schöpfer aufzeigt, der alles in allem lenkt und nichts durcheinander bringt. Viele von uns kennen sicherlich das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei", welches auf den gleichen Sachverhalt verweist, nur dass die Versorgung so vieler verschiedener Bedürfnisse in vollkommener Ordnung auch entsprechend komplexer ist und deshalb viel eher nach einem einzigen Schöpfer verlangt.